Pou pate pateraki mou…;

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Es geshah‘ vor vielen Jahren auf einer griechischen Insel, Paros oder Thassos, jedenfalls nicht Rhodos, der Ort ist aber auch egal… Ich war mit meiner damaligen Partnerin jedenfalls mit einem Mietwagen unterwegs und mitten in der Pampa lief ein uralter griechischer Opi auf der Landstrasse entlang. Bis zur nächsten Ortschaft waren es mindestens noch 3-4 km und ich dachte mir nur: „Wie lange will der denn noch unterwegs sein?“ Also mal rasch den Anker geworfen und gefragt: „Pou pate, pateraki mou;“ (Wohin willst Du, Väterchen?“, der Grieche neigt ja bekanntlich zu Verniedlichungsformen…) Mangels Sprachkenntnissen konnten wir uns zwar nur mit Händen und Füssen verständigen, aber egal… Opa also mit in den Mietwagen und ab ins nächste Dorf geschippert. Er konnte es aber offensichtlich gar nicht verstehen, daß er von typisch deutschen Touris mitgenommen wird…Dort angekommen wollte ich Opi dann an der erstbesten Taverne einfach ausladen, aber nichts da, keine Chance. Er zupfte mir am Hemdsärmel und gab mir ganz unmißverständlich zu verstehen, daß ich jetzt erstmal einen Kaffee mit ihm zu trinken habe, natürlich auf seine Kosten… SO herrlich, DAS ist dieses herzliche „Filotimo“ (die unbeschreibliche griechische Gastfreundschaft), die die Sehnsucht hier in Deutschland in mir weckt… 

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